Hofkirchen | 05.06.2011 | 16:50 Uhr
Spürnasen auf der Donau
Die Hundeführerinnen Doris Susok (links) und Melanie Dosch besprechen bei der Übung noch einmal die letzten Details vor der Suchaktion. Melanie Dosch trägt die gesamte Rettungsausrüstung bereits am Körper. Rettungshund Loui hört aufmerksam zu. − Foto: Klamant
Wer ein echter Rettungshund sein will, muss eine gute Spürnase haben. Um diese zu trainieren, organisierte die ehrenamtliche Rettungshundestaffel (RHS) Donautal am Samstag eine große Einsatzübung am Ufer der Donau in Hofkirchen, an der sich auch zehn Feuerwehren beteiligten. Die Aktion war Abschluss eines zweitägigen Seminars mit 30 Rettungshunde-Teams aus ganz Deutschland.
Zwei Tage lang befassten sich die Teilnehmer beim 2. Dreiflüsseseminar der RHS Donautal vor allem mit dem Schwerpunkt Wasserrandsuche, also dem Aufspüren von Vermissten in Ufernähe. Am Freitag stand die Theorie im Vordergrund, den Abschluss bildete ein sieben Kilometer langer Orientierungsmarsch der Hunde und ihrer Trainer vom Eginger See nach Fürstenstein. Insgesamt waren an beiden Tagen rund 100 Einsatzkräfte beteiligt. Am Samstag stand die Großübung auf dem Programm. Angenommenes Unglück war eine Kollision zwischen einem Güterschiff und einem Passagierschiff auf Höhe Neßlbach, die vermissten Personen wurden flussabwärts in Richtung Vilshofen vermutet. Mit eingebunden waren neben elf Hundeteams die Feuerwehren aus Hofkirchen, Neßlbach, Vilshofen, Windorf, Salzweg, Garham, Oberilzmühle, Hutthurm, Eging a. See, Aicha v. Wald und der Malteser Hilfsdienst sowie Kreisbrandinspektor Alois Fischl.
Großangelegte realistische Einsatzübung Nähe Steinach
Im Rahmen einer realitätsnahen Einsatzübung hat die Bereitschaft der Straubinger Malteser mit der Freiwilligen Feuerwehr Steinach die Verletztenrettung und Vermisstensuche in Zusammenarbeit mit der Rettungshundestaffel DonauWald erfolgreich geübt.
Als Organisator und Einsatzleiter hatte Florian Ostermeier zusammen mit den Kommandant der FFW Steinach Martin Kieninger und Fittigauer Frank, Zugführer der Rettungshundestaffel DonauWald ein
vielseitiges Einsatzszenario in einem Wald, Nähe des Steinacher Schlosses inszeniert: Nach einem Verkehrsunfall mit einem Schulbus wurden sechs scheinbar verletzte Schüler vermisst. Augenzeugen
hätten diese unter Schock stehenden Kinder im angrenzenden Wald umherirren sehen.
Die Dämmerung als bewusst gewählte Einsatzzeit tat ihr übriges für die Realitätsnähe der Einsatzübung: Während die Bereitschaft der Malteser ein Führungs- und Versorgungszelt aufstellte, kümmerte
sich die Feuerwehr um die Stromversorgung und leuchtete zusätzlich die stockdunkle Führungsstelle mittels Lichtmasten aus. Die dort Zusammenarbeitenden koordinierten die
Anfragen und Lagemeldungen der einzelnen Hilfsinstitutionen.
Bereits nach kurzer Zeit wurde das bergige Einsatzgebiet in sieben Abschnitte unterteilt und mehrere Suchtrupps der Feuerwehr losgeschickt. Außerdem kamen drei kompletten Suchteams der
Rettungshundestaffel DonauWald zum Einsatz, welche ebenfalls das Einsatzgebiet durchkämmten. Nach nur 20 Minuten wurde die erste vermisste Person von einem Rettungshund in dem 134.000m ² großem
Areal gefunden und die Malteser übernahmen in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr die Rettung und Bergung mittels Schaufeltragen.
Nach gut drei Stunden wurden alle vermissten Personen geborgen und somit konnte die Einsatzübung erfolgreich abgeschlossen werden. Nach einer kurzen Stärkung fand die Nachbesprechung der Einsatzübung
statt.
Quelle: Malteser Straubing
Vielen Hinterschmidingern war das Polizeiaufgebot am Dienstagabend aufgefallen: Mit mehreren Polizeiautos sowie Taschenlampen waren die Beamten in Hinterschmiding unterwegs gewesen, um nach einem Mädchen (16) zu suchen, wie der Freyunger Polizeisprecher Walter Hoffmann auf PNP-Nachfrage bestätigt. Das Mädchen war nach PNP-Informationen aus dem Hinterschmidinger heilpädagogischen Heim weggelaufen.
Gegen 16.30 Uhr war bei der Polizei Freyung die Mitteilung eingegangen, dass ein 16-jähriges Mädchen aus einem heilpädagogischen Wohnheim für Jugendliche im Bereich Freyung abgängig war. Nachdem das Mädchen durch einen Krankentransport nach Landshut verlegt werden sollte, lief es weg und versteckte sich laut Polizeiangaben im angrenzenden Wald. Da zur fraglichen Zeit erhebliche Minusgrade herrschten und es langsam dunkel wurde, war Eile geboten, um größeren Schaden von dem abgängigen Mädchen abzuwenden. Die Polizei Freyung startete daraufhin eine größere Suchaktion mit allen verfügbaren Streifen unter Einbindung der Bundespolizei und der Rettungshundestaffel Bayerwald. Zudem wurde ein Polizeihubschrauber angefordert, der mittels Wärmebildkamera die Umgebung erfolglos absuchte. Außerdem wurden so genannte „Mantrailer“ - Polizeihunde eingesetzt, die speziell für die Suche von Personen ausgebildet sind.
Nach einer langen Suche wurde der Standort des Mädchens bekannt. Dieses büchste aber erneut aus und konnte erst mithilfe eines Spürhundes aufgefunden werden.
Artikel PNP
ARTIKEL, PNP | ||||||||||||||||
23.01.2011 | 17:44 Uhr Arnbruck
Vermisstensuche mit glücklichem Ausgang
|